Badewannentür: Für einen barrierefreien Einstieg

Körperhygiene ist ein wichtiges Grundbedürfnis – auch mit steigendem Alter und möglicher Pflegebedürftigkeit. Doch gerade dann wird es immer schwieriger, dieses Bedürfnis zu erfüllen. Viele Menschen sind nicht in der Lage, sich eigenständig zu waschen. Oftmals liegt es nur daran, dass sie keine Dusche besitzen und der Einstieg in die Badewanne eine gefährliche Hürde ist.

Badewannentür

Oft sind die Wohnungen von älteren oder pflegebedürftigen Menschen nicht behindertengerecht oder barrierefrei gestaltet. Besonders im Badezimmer führt das schnell zu Schwierigkeiten. Eine Badewanne, die lange Zeit geschätzt und gerne genutzt wurde, kann sich mit der Zeit zu einem echten Hindernis entwickeln. Ein aufwendiger Umbau kommt aber für die wenigsten Betroffenen infrage. Deshalb bleibt ihnen oft nur die Möglichkeit, auf die Hilfe von Angehörigen oder Pflegepersonen zu warten, um sich zu waschen. Zu groß ist die Angst, beim Einstieg in die Badewanne zu stürzen oder nicht wieder herauszukommen.

Doch es muss nicht immer ein ganzer Badumbau stattfinden, um dieses Problem zu lösen. Mit dem Einbau einer Badewannentür in die vorhandene Badewanne können Betroffene mit wenig Aufwand viel Selbstständigkeit zurückgewinnen. Die Einstiegshilfe ist für 99 Prozent aller Badewannentypen geeignet und der Einbau findet schnell und unkompliziert statt. Er dauert nur wenige Stunden und die Badewanne kann nach 24 Stunden wieder genutzt werden. Auch die Kombination mit anderen Hilfen wie Haltegriffen oder Wannenliften ist möglich. Der Einstieg in die Badewanne wird auf diese Weise erleichtert. Es ist keine hohe Anstrengung erforderlich und die Sturzgefahr wird deutlich reduziert.

Der Einbau einer Badewannentür kostet in der Regel zwischen 1.200 und 4.000 Euro. Um dies zu finanzieren, können sich viele Betroffene an die Pflegekasse wenden. Für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen erhalten Menschen mit Pflegegrad einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Im Idealfall ist der Einbau für Pflegebedürftige also kostenlos.