Thrombose erkennen, vorbeugen und behandeln

Eine Thrombose kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Dieser Artikel erklärt, wie Sie die Thrombose frühzeitig erkennen können und wie sich die Gerinnsel vorbeugen und behandeln lassen.

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Ein älterer Mann zieht sich medizinische Kompressionsstrümpfe an
© Andrey_Popov/www.shutterstock.com

Mit dem steigenden Lebensalter erhöht sich das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken. Dabei handelt es sich vordergründig um ein Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie. Wie entsteht ein solcher Thrombus und welche Optionen gibt es zur Therapie?

Definition, Ursachen und Behandlung

Eine Thrombose ist vereinfacht ausgedrückt vor allem ein Blutgerinnsel. Das Blut verfügt normalerweise über die Fähigkeit zu gerinnen. Das hat praktische Gründe: Wer sich verletzt, profitiert von den Gerinnungseigenschaften des Blutes. Denn dadurch ist es möglich, die Blutung zu stoppen. Das Blut verdickt in diesem Fall. Dadurch entsteht entsprechender Schorf oder einer Kruste. Unter dieser krustigen Schicht können sich die betroffenen Hautschichten regenerieren, ohne dass Schmutz und Bakterien in den Kreislauf eindringen.

Bei einer Thrombose bildet sich eine Art Klumpen. Ein Gerinnsel kann in einer Vene Schaden verursachen und sich schlimmstenfalls lebensbedrohlich auf Betroffene auswirken. Oft treten Thromben an den Beinen oder Armen auf. Generell können jedoch alle Arterien und Venen betroffen sein. Ein derartiger Thrombus stört den normalen Blutfluss im Gefäß, da er wie eine Blockade wirkt. Die Durchblutung verschlechtert sich dadurch. Wie kommt es zu einem solchen Blutgerinnsel?

Ursachen und Risikofaktoren

Verschiedene Ursachen stecken hinter einer Thrombose. Dabei begünstigen allerdings gewisse Risikofaktoren die Entstehung. Wer zum Beispiel raucht, kann eher Gerinnsel ausbilden, weil sich die Gefäße durch den kontinuierlichen Tabakkonsum verengen. Daneben steigt das Risiko einer Thrombose mit dem Lebensalter: Ältere Menschen sind oftmals eher von Thromben betroffen als jüngere. Bewegungsmangel, Bettlägerigkeit und eine generell anhaltende Inaktivität verdicken das Blut, sodass leichter Gerinnsel entstehen könnten.

Neben den begünstigenden Risikofaktoren existiert eine Reihe von anderen Gründen, die zu einer Thrombose führen können. Wer beispielsweise lange Zeit einen Gips trug, im Bett liegen musste oder gelähmt ist, hat eher mit einer gestörten Durchblutung und „dickem Blut“ zu kämpfen. Ein schwaches Herz, Vorhofflimmern oder Krampfadern fördern gleichfalls die Bildung von Blutgerinnseln.

Kombiniert mit einem Mangel an körperlicher Aktivität begünstigen zusätzlich lange Reisezeiten in sitzender Haltung Gerinnsel. Daneben kommen allgemeine Gefäßschäden sowie die verstärkte Neigung zur Blutgerinnung für eine Thrombose infrage. Die Tendenz zur stärkeren Blutgerinnung ist häufig durch die nachstehenden Faktoren gegeben:

  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • hormonelle Behandlungen (zum Beispiel durch die Verhütungspille oder im Rahmen einer Ersatztherapie in den Wechseljahren)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Krebserkrankungen

Symptome eines Blutgerinnsels erkennen

Die Behandlung eines Gerinnsels hängt von mehreren Faktoren ab. Das Alter der betroffenen Person, Vorerkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand sind wesentliche Eckpfeiler. Gleichzeitig kommt es darauf an, wodurch sich der Thrombus gebildet hat.

Bei Krampfadern zeigen sich Gerinnsel zum Beispiel durch erwärmte, verdickte und gerötete Adern. Schwellungen des betroffenen Arms oder Beins sind ebenfalls möglich. Außerdem sprechen ein Schweregefühl und muskelkaterähnliche Schmerzen für eine Thrombose. Viele Menschen fragen sich zurecht: Was ist möglich, um der Entstehung von Gerinnseln vorzubeugen? Wie gelingt eine Behandlung?

Thrombose effektiv behandeln – und vorbeugen

Wichtig: Ist eine Thrombose bereits vorhanden, lässt sie sich nur unter medizinischer Kontrolle behandeln. Die Möglichkeiten zur Selbsthilfe beziehen sich daher auf die Vorbeugung. Was ist also im Vorfeld machbar, damit es gar nicht erst zu einem Gerinnsel kommt?

  • Verzicht auf Rauchen
  • aktiver Lebensstil (Bewegung und sportliche Aktivitäten; beispielsweise tanzen, schwimmen, Radfahren oder wandern)
  • gesunde Ernährung, ausreichend trinken (Minimum: 1,5 Liter pro Tag)
  • Medikamente nehmen, falls dies ärztlich angeordnet wurde
  • Verringerung von Übergewicht
  • Gebrauch von Thrombosestrümpfen
  • möglichst die Venen nicht einschnüren (beispielsweise durch einengende Kleidung, stark angewinkelte Knie oder dem Übereinanderschlagen von Beinen)

Existiert bereits ein Thrombus, steht die Beseitigung des Gerinnsels zunächst im Fokus. Dafür kommen in milderen Fällen gerinnungshemmende Medikamente (oft als »Blutverdünner« geläufig) zum Einsatz. In schwereren Fällen kann eine Operation (Thrombektomie) erforderlich sein. Manchmal eignet sich ein Katheter für die Entfernung des Gerinnsels.

Damit es anschließend kein neues Blutgerinnsel gibt, ist eine sogenannte Thrombose-Therapie nötig. Sie kombiniert üblicherweise medikamentöse Behandlungsschritte mit einem gesünderen und aktiveren Lebenswandel, um das Risiko nachhaltig zu senken.

Fazit

Das allgemeine Risiko für eine Thrombose steigt mit dem Lebensalter. Wer im Voraus gesund, ausgewogen und aktiv lebt, kann diese Risiken deutlich senken und die Gefäße fit halten. Ist ein Blutgerinnsel schon vorhanden, hilft die moderne Medizin weiter: Thrombosestrümpfe, Medikamente, physiotherapeutische sowie operative Maßnahmen unterstützen Betroffene im Kampf gegen die Thromben im Blutkreislauf.


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