Digital-Kompass für Senioren

Gerade in der heutigen Zeit, in der technologischer Fortschritt unaufhaltsam und nicht mehr wegzudenken scheint, gewinnen Kompetenzen im Bereich der Internetnutzung massiv an Bedeutung. Nicht nur im Berufsleben ist dies der Fall, sondern auch das Privatleben kann immensen Einfluss durch das Internet erfahren.

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Paar sitzt vor einem Notebook
© Vane Nunes/www.shutterstock.com

Nicht selten werden vor allem ältere Generationen vom raschen Fortschritt überholt, sodass diese kaum die Möglichkeit besitzen, den angemessenen Umgang mit dem Internet und all seinen Aspekten zu lernen. Vor allem innerhalb der Corona-Krise wurde vermehrt deutlich, welche Bedeutung das Internet und seine Nutzung für Senioren im kommunikativen Bezug hat.

Projekt „Digital-Kompass

Das Projekt „Digital-Kompass“ setzt genau an dieser Problematik an und hilft Senioren dabei, einen sicheren Umgang im Internet zu gewährleisten sowie gewisse Fachkompetenzen zu erlangen. Positives Feedback in großer Zahl bestätigt den Erfolg und die Wirksamkeit des Projektes, das nun verlängert werden soll.

Wo setzt der Digital-Kompass an?

Eine große Anzahl an Senioren hatte bisher noch keinerlei Berührungspunkte mit dem Internet und seinen vielfältigen Aspekten. Dementsprechend richten sich die Kurse, Beratungen und Angebote ganz nach dem Kenntnisstand der Senioren. Vielseitige Workshops, die von Anfängerkursen bis hin zu fortgeschrittenen Kursen mit tiefgehender Thematik reichen, stehen zur Auswahl. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei vor allem auf dem Faktor Sicherheit.

Selbstverständlich soll zuallererst der eigentliche Umgang mit dem Internet erlernt werden, doch der Sicherheitsaspekt darf keinesfalls vernachlässigt werden. Zwar bietet das Internet vielseitige Möglichkeiten und Chancen, das eigene Leben sowie die Kommunikation zu Freunden und Familie immens zu erleichtern, doch bestehen nach wie vor Risiken, die es zu beachten gilt. Zahlreiche Betrugstaktiken, Viren, Phishing sowie andere Gefahren können vor allem ungeschulte Senioren massiv negativ beeinflussen. Dementsprechend klärt der Digital-Kompass auch über diese Themen auf und lehrt Strategien, mit denen diese potenziellen Gefahren erkannt und erfolgreich umgangen werden können.

Die Bandbreite der Einsatzorte des Projektes ist nicht weniger vielfältig. Mehrgenerationenhäuser, Volkshochschulen, Senioren-Computerclubs, Altenheime und viele weitere Einrichtungen erhalten mit dem Digital-Kompass die Möglichkeiten der Fortbildung und des Austauschs entsprechender Informationen. Zusammenarbeit und Kommunikation, sowohl zwischen den Senioren als auch den Internetlotsen, werden hier gefördert und gefordert. Auf diese Weise kann ein breit gespanntes Netzwerk entstehen, von dessen Reichweite alle Einrichtungen und letztlich auch die Senioren selbst profitieren können.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Hauptverantwortliche für den Digital-Kompass sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, „BAGSO“ genannt sowie die „Deutschland sicher im Netz e.V.“ Des Weiteren besteht eine Partnerschaft mit der Verbraucher Initiative sowie eine Förderung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Ebenso begleitet ein hochprofessioneller Beirat das Projekt. Dieses Gremium besteht aus Personen mit vielseitiger Fachexpertise, die durch den konstruktiven Dialog, ihren Weg in das Projekt und dessen Umsetzung findet.

Wie sieht das bisherige Feedback aus?

Aktuelle Evaluationen zeichnen ein positives Bild und breite Zustimmung in den Reihen der Teilnehmer. Die kostenfreien Angebote helfen den Senioren nicht nur dabei, komplexe Themen schnell zu lernen, sondern steigern die Lust sowie die Neugier, noch unbekannte und neue Dinge im Internet kennenzulernen. Vor allem der nahe Bezug zur Praxis fand bei den Senioren großen Anklang und ließ anfängliche Zweifel häufig in Gänze schwinden. Es ist also auch in Zukunft von großen Erfolgen des Projekts auszugehen.


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