Tipps gegen Erkältungen: Fit durch die Virensaison

Erkältungsviren lauern vor allem in der kalten Zeit des Jahres – und dabei trifft es hauptsächlich Kinder. Doch die über 200 verschiedenen Virentypen schlagen ebenso bei Erwachsenen zu, die bis zu viermal jährlich erkranken. Da sind Ratschläge hilfreich, um optimal gegen Erkältungen vorgehen zu können. Dieser Artikel bietet unterstützende Tipps.

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Ältere Frau kümmert sich um kranken älteren Mann
© photoroyalty/de.freepik.com

Es beginnt für gewöhnlich mit einem Kratzen, den ersten Schmerzen im Hals, dicht gefolgt vom Schnupfen. Etliche Erkältungsgeplagte beschweren sich zusätzlich über Kopfschmerzen, Husten und Fieber. Ob grippaler Infekt, echte Grippe oder etwas anderes – viele Betroffene nutzen einen Mix aus Medikamenten und Hausmitteln, um die Krankheit zu überwinden.

Erkältungszeit überstehen

Bei Atemwegserkrankungen gelten der Herbst und Winter als typische Hochsaison für Viren. Bei einem viralen Infekt braucht es ein gut ausgebildetes Immunsystem, um Eindringlinge zügig loszuwerden. Erwachsene sind durchschnittlich eine Woche bis zehn Tage krank. Dagegen können Heranwachsende bis zu zehnmal jährlich an Erkältungen leiden. Fakt ist in jedem Fall: Die Beschwerden folgen einem gewissen Verlauf.

Phasen typischer Erkältungskrankheiten

Ein grippaler Infekt, wie die Erkältung gemeinhin bezeichnet wird, folgt normalerweise einem phasenartigen Verlauf. Die einzelnen Symptome der Krankheit lösen einander mit der Zeit ab. Sie treten allerdings nicht immer in voller Intensität oder bei jedem Menschen auf. Der Verlauf sieht typischerweise so aus:

  • Die durchschnittliche Infektion startet mit dem Eindringen der Viren über die Atemwege oder Schleimhäute in den Körper.
  • Daraufhin reagiert das Immunsystem mit ersten Abwehrreaktionen. Sie zeigen sich beispielsweise durch Halsschmerzen und Fieber.
  • Es folgt der Niesreiz mit triefender Nase. Gegebenenfalls begleiten Gliederschmerzen das Stadium.
  • Sobald der Schnupfen, die hohe Temperatur und die Schmerzen abklingen, setzt ein trockener Husten ein. Dieser löst sich zuletzt.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einen grippalen Infekt (Erkältung) und einer Influenza (Grippe). Viele Menschen meinen, sie hätten eine Grippeerkrankung. Stattdessen ist es ein ausgeprägter grippaler Infekt. Bei einer Erkältung verschlimmern sich die Symptome nach und nach. Die Grippeinfektion ist dagegen durch einen heftigen und plötzlich auftretenden Verlauf gekennzeichnet. Die ärztliche Diagnostik ist speziell ratsam, wenn erkrankte Personen älter sind. Für Senioren lohnt sich oft eine vorbeugende Grippeimpfung.

Vorbeugung und Behandlung: Tipps gegen eine Erkältung

Damit Viren chancenlos sind, lohnt sich die Prävention. Das beinhaltet zum Beispiel regelmäßige sportliche Aktivität zur Unterstützung des Immunsystems. Daneben eignen sich abhärtende Maßnahmen, wie Saunieren oder Wechselduschen, sowie eine gesunde, vitaminreiche Ernährungsweise. Was können Sie außerdem tun, um beschwerdefrei zu bleiben oder vorhandene Beschwerden zu lindern?

1. Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen ist nicht nur während einer Pandemie ratsam. Das mehrmals tägliche, sorgfältige Reinigen mit Seife entfernt die Viren auf der Haut, bevor sie über die Schleimhäute oder Wunden in den Körper dringen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Hände vorm Essen, nach dem Toilettengang und dem Betreten der Wohnung zu waschen. Eine angemessene Hygiene ist das sprichwörtliche A und O, um Infektionen zu vermeiden.

2. Flüssigkeit: Eine ausreichende Menge an Flüssigkeit ist elementar für den Körper. Dazu gehören vordergründig ungesüßter Tee, Saftschorle und Wasser. Inhalationsdämpfe können ebenso bei einem Infekt unterstützen. Sie erleichtern die Schleimlösung in den Atemwegen. Es genügt zu diesem Zweck warmes Wasser im Topf mit ätherischem Öl oder Heilkräutern (beispielsweise Kamille). Legen Sie sich ein Tuch über den Kopf und inhalieren Sie den Dampf für einige Minuten, um freier durchzuatmen und die Schleimhäute zu befeuchten.

3. Wärme und Erkältungsbäder: Wer eine Badewanne im Haus hat, kann auf die wohltuende Erfahrung von Badezusätzen vertrauen. Thymianöl, Eukalyptusöl und Fichtennadelöl gelten als ideal, um die Atemwege zu befreien und den Heilungsprozess zu unterstützen. Eine Dauer von 20 Minuten reicht bei einer Infektion. Vorsicht ist bei Allergien und Kindern angebracht: Die ätherischen Öle der Zusätze können Luftnot oder Probleme mit der Atmung begünstigen. Außerdem ist eine Atemwegsreizung denkbar. Wärme gilt prinzipiell als hilfreich, um Erkältungen einfacher zu bewältigen.

4. Entspannung: Eine Krankheit belastet den Organismus. Ruhe und körperliche Entlastung sind deshalb essenziell für die Genesung. Gesteigerte Müdigkeit ist ein häufiges Symptom bei Erkältungskrankheiten. Sie zeigt, dass das Immunsystem funktioniert und es die Erreger bekämpft. Verzichten Sie aus dem Grund lieber auf sportliche Aktivitäten und andere Belastungen, zu denen ebenfalls psychischer Stress zählt.

5. Lüften: Frischluft gilt zusätzlich als wichtiges Mittel, um Erkältungen wieder loszuwerden. Dadurch verringert sich die Virenlast innerhalb der Wohnräume. Der Körper kann sich dann besser regenerieren. Vermeiden Sie aber den direkten Durchzug, sonst drohen klassische Rückfälle.

Nicht zuletzt können vom Arzt verordnete Medikamente gezielt einzelne Symptome lindern. Schmerzmittel, Hustensaft, Nasentropfen oder Sprays bis hin zu Fiebersenkern ermöglichen bei angemessener und korrekter Einnahme eine Beschwerdelinderung.


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