Pflegeberatung für Angehörige

Viele pflegebedürftige Menschen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Um die Qualität der Pflege zu sichern, haben Personen mit Pflegegrad Anspruch auf eine regelmäßige und kostenlose Pflegeberatung. Für viele beinhaltet die Beratung wertvolle Informationen. Ab Pflegegrad 2 kann sie sogar verpflichtend sein.

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Personen, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden und mindestens Pflegegrad 2 zugeteilt sind, erhalten von der Pflegekasse das sogenannte Pflegegeld. Je nach Pflegegrad beträgt es zwischen 316 und 901 Euro im Monat. Doch um das vollständige Pflegegeld zu erhalten, müssen pflegende Angehörige regelmäßig an der allgemeinen Pflegeberatung teilnehmen. Ansonsten kann das Pflegegeld gekürzt werden.

Übrigens: Das Pflegegeld gibt es nicht nur, wenn Angehörige die Betreuung übernehmen. Auch Freunde, Nachbarn oder vergleichbare private Pflegepersonen zählen.

Wie oft muss die Beratung stattfinden?

Ab Pflegegrad 2 oder höher ist die Beratung bei häuslicher Pflege verpflichtend. Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Leistungen eines anerkannten Pflegedienstes in Anspruch genommen werden.

Je nach Pflegegrad müssen unterschiedliche Beratungsintervalle eingehalten werden:

  • Pflegegrad 2 und 3: alle sechs Monate
  • Pflegegrad 4 und 5: alle drei Monate

Wichtig: Die Pflegekasse erinnert Betroffene nicht daran, wann der nächste Termin fällig wird. Sie müssen also selbst einen Überblick über die Beratungsintervalle behalten und immer rechtzeitig neue Termine vereinbaren.

Auch mit Pflegegrad 1 kostenlos

Auch Personen mit Pflegegrad 1 und ihre privaten Pflegepersonen können von der Beratung profitieren. Sie ist ebenfalls kostenlos und kann freiwillig alle sechs Monate stattfinden.

Beratung kann sich lohnen

Bei der Pflegeberatung handelt es sich nicht nur um einen reinen Pflichttermin. Sie kann auch wertvolle Inhalte vermitteln und gibt Betroffenen die Gelegenheit, auf dem Laufenden zu bleiben und persönliche Fragen zu stellen. Und zwar rund um Pflegehilfsmittel, Zuschüsse und Förderungen, mögliche Pflegekurse und natürlich die Gesundheit des Pflegebedürftigen.