Haftpflichtversicherung: Auch im Alter wichtig

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Besonders wichtig ist sie aber für Menschen, die unter einer Demenzerkrankung leiden. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie Sach- oder Personenschäden verursachen, ist hoch.

Haftpflichtversicherung

Wenn ein Familienmitglied dement wird, ist das für alle Beteiligten eine große Belastung. Nicht nur Angehörige und Betroffene selbst haben damit zu kämpfen. Auch Menschen aus dem weiteren Umfeld, wie zum Beispiel Nachbarn, Vermieter oder Pflegepersonen können von der Krankheit belastet werden.

Es ist schnell passiert: Ein Demenzkranker lässt den Wasserhahn laufen, schaltet den Herd nicht ab oder läuft einfach über die Straße und verursacht einen Verkehrsunfall. Schuld ist natürlich die Krankheit. Trotzdem kann der Betroffene haftbar gemacht werden. Denn die sogenannte Deliktunfähigkeit wird bei Demenzkranken nicht pauschal festgelegt. Grund dafür sind klare Phasen, die bei fast allen Demenzkranken hin und wieder auftauchen. Besonders in frühen Stadien der Krankheit ist es wahrscheinlich, dass Betroffene nicht als deliktunfähig angesehen werden und haftbar gemacht werden.

Deshalb ist eine private Haftpflichtversicherung so wichtig. Auch beim Einzug in eine Pflegeeinrichtung sollte sie nicht gekündigt werden. Denn wenn es zu Schäden kommt, kann das ohne Versicherung richtig teuer werden. Schadenersatz für Personenschäden bedeutet in den meisten Fällen den finanziellen Ruin.

Für Demenzkranke hat die Haftpflichtversicherung zwei entscheidende Vorteile: Erstens zahlt sie, wenn der Betroffene für einen verursachten Schaden haftbar gemacht wird. Zweitens wehrt sie im Falle der Deliktunfähigkeit Forderungen ab – sie tritt dann also gleichzeitig wie eine Rechtsschutzversicherung auf.