Entlastungsbetrag unbedingt rechtzeitig nutzen

Viele Pflegebedürftige wissen es nicht, aber sie haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat. Wenn dieser nicht monatlich genutzt wird, kann er sogar über einen längeren Zeitraum angespart und dann auf einmal ausgezahlt werden. Aber Achtung: Es gelten Fristen, die Sie unbedingt einhalten müssen.

28.05.2019
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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  • 28.05.2019
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Bargeld in Portemonnaie
© ptra/pixabay.com

Einen Anspruch auf den Entlastungsbetrag haben alle Pflegebedürftigen mit Pflegegrad. Für Personen, die dem Pflegegrad 1 zugeteilt sind, ist der Entlastungsbetrag besonders wichtig, weil es oft der einzige Zuschuss ist, den sie für einen Pflegedienst oder andere Leistungen zur Grundpflege nutzen können.

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Was genau ist der Entlastungsbetrag?

Beim sogenannten Entlastungsbetrag handelt es sich um eine Leistung der Pflegekasse. Er beträgt 125 Euro pro Monat und muss dazu genutzt werden, die Selbstständigkeit einer pflegebedürftigen Person zu fördern oder um pflegende Angehörige oder vergleichbare Pflegepersonen zu entlasten. Er kann zum Beispiel für zugelassene Pflegedienste genutzt werden, aber auch für die Tages- oder Nachtpflege, die Kurzzeitpflege oder anerkannte Angebote zur Unterstützung der Selbstständigkeit im Alltag (z.B. Einkaufen, Putzen, Behördengänge, Arztbesuche, Freizeitgestaltung usw.).



Den Entlastungsbetrag ansparen – aber auf Fristen achten

Zwar ist der Entlastungsbetrag auf 125 Euro pro Monat festgesetzt. Allerdings ist es möglich, die Leistungen anzusparen und sie dann auf einen Schlag zu nutzen. Wer zum Beispiel noch nichts von seinem Anspruch weiß und erst zum Jahresende davon erfährt, kann die volle Summe im Dezember nutzen. Für ein ganzes Jahr sind das 1.500 Euro (12 x 125).

Nicht genutzte Ansprüche können sogar noch ins nächste Kalenderjahr mitgenommen werden. Allerdings nur begrenzt. Betroffene können den Entlastungsbetrag also nicht über mehrere Jahre ansparen. Spätestens bis Mitte des nächsten Jahres müssen die nicht genutzten Leistungen aus dem Vorjahr in Anspruch genommen werden, ansonsten verfallen sie.

Wichtig: Bis Ende Juni 2019 können Betroffene noch Restansprüche aus dem Jahr 2018 nutzen! Interessenten erkundigen sich am besten so schnell wie möglich bei ihrer Pflegekasse.

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Wie wird abgerechnet?

Den Entlastungsbetrag gibt es nicht automatisch. Um ihn zu erhalten, müssen Pflegebedürftige sozusagen in Vorkasse gehen. Sie müssen zum Beispiel den Pflegedienst zunächst selbst bezahlen und entsprechende Belege aufbewahren. Das ist besonders wichtig, denn für den Entlastungsbetrag stellen Betroffene keinen Antrag bei der Pflegekasse. Sie reichen lediglich ihre Belege ein. Das Geld, das sie für anerkannte Leistungen ausgegeben haben, können sie sich auf diese Weise erstatten lassen. Manchmal rechnet auch der Dienstleister (z.B. Pflegedienst) direkt mit der Pflegekasse ab. Ob diese Möglichkeit besteht, wird am besten direkt beim Dienstleister erfragt.


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